Using no way as way

Having no limitation as limitation

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Absorb what is useful, reject what is useless and add what is specifically your own

 

 
 
Zen-Gespräche und Meditation

Das Geheimnis der Kampfkünste ist, dass es weder Sieg noch Niederlage gibt. Weder kann man siegen  noch kann man besiegt werden! Sport und die Kampfkünste sind etwas  Verschiedenes. Im Sport gibt es das Element der Zeit. In den  Kampfkünsten gibt es nur den Augenblick. Wenn man handelt, müssen  Absicht und Handlung gleichzeitig geschehen. In der Ausübung des Budo  (Kampfkünste) kann es kein Nachdenken geben. Der Kampfgeist muss  wie das Spiegelbild des Mondes auf dem fließenden Wasser sein, bleibt  nicht fest, obschon der Mond scheint und sich nicht bewegt. Die wahre Technik des Körpers muss die Substanz des Geistes selbst sein. Man darf nicht den Körper des Gegners betrachten, sondern muss vielmehr seinen eigenen Geist lenken. Es gibt keinen Feind.  

„Wenn du in einem Boot bist und nur auf das Ufer schaust, denkst du, dass sich das Ufer bewegt, wenn du  aber auf das Boot schaust, wirst du entdecken, dass eigentlich das Boot  selbst ist, das sich bewegt.“ Kodo Sawaki

Wenn wir tatsächlich aufmerksam und tiefinnerlich in unser Boot schauen,  können wir feststellen, dass es wirklich Boot ist, das  sich bewegt und so unsere Sinnestäuschung überwinden. Gleichermaßen,  wenn die Menschen alle Wesen und Erscheinungsformen durch ihre  Täuschungen und Irrtümer hindurch betrachten, können sie sich etwas  vormachen und denken, ihre ursprüngliche Natur sei abhängig und  unbeweglich. Doch wenn sie einmal vertraut werden mit ihrem wahren  Geist und zu ihrem ursprünglichen Wesen zurückkehren, verstehen sie, dass alle Erscheinungsformen und  alle Existenzen in ihnen selbst sind und dies für alle Wesen gilt.  In Europa definierte Pascal den Menschen als >>denkendes Schilfrohr<< und drückte damit die europäische Haltung treffend aus, die aus dem Denkvorgang die Grundlage menschlichen Verhaltens macht. Das Denken erfüllt das ganze Leben, und niemand begreift das Nicht-Denken. Die Professoren; insbesondere in der Philosophie, widmen sich dem Denken, und niemand denkt daran, das Denken selbst einer Kritik zu unterziehen.

Das bewusste Denken ist im täglichen Leben gewiss wichtig. Wenn man jedoch ohne Ego und spontan  - wie zum Beispiel in der Kunst, im Sport usw. – handelt, in der man Körper und Geist einbezieht, dann ist kein bewusstes Denken da. Intuition und Handlung müssen im gleichen Moment hervortreten. Zen-Meditation ist weder Denken noch Nicht-Denken, es ist jenseits des Denkens, reines Denken, ohne persönliches Ich- Bewusstsein und in Harmonie mit dem Bewusstsein des Universums. Wir sollten unser Leben erschaffen, frei und ungebunden werden und nur aufmerksam sein im >>Hier und Jetzt<<, denn in ihm ist alles enthalten. Durch Zen-Gespräche und -meditation erfährt man eine tiefgreifende geistige Wandlung.

 

 

 

 

 

Das Auge sieht ihn, doch keine Hand könnte ihn fassen, den im Strome sich spiegelnden Mond.